Was ist ein Pelletkessel?

Ein Pelletkessel ist ein automatischer Kessel zur Verbrennung nachhaltiger Rohstoffe, wobei Holzpellets der Hauptbrennstoff ist. Einige Kessel können neben Holzpellets auch Agrarerzeugnisse verbrennen wie Hafer Hülsenfrüchte oder ähnliches. Der Komfort einer Pelletheizung ist vergleichbar mit Öl oder Gaskesseln, Pellets sind aber im Gegensatz dazu ein erneuerbarer Brennstoff. Eine Pelletanlage moduliert! Das bedeutet, dass sich während des Heizbetriebes die Brennerleistung des Kessels stufenlos an die benötigte Wärmeleistung anpasst. Dadurch verbraucht der Kessel weniger Brennstoff und arbeitet effizienter

Bevorratung

Die Meisten Pelletkessel haben einen angebauten oder nebenstehenden Pellettank, die Größe ist daher meist beschränkt. Im durchschnitt haben die Behälter ein Füllgewicht von 100 bis 300 Kg, daher gibt es auch hier Erweiterungen für einen besseren Komfort. Man kann beispielsweise mit bauseitigem Lager die Menge des Pelletsvorats deutlich erhöhen und mittels eines Pelletsaugsystems (Maulwurfsystem) oder einer langen Bunker Förderschnecke die Zuführung zum kleineren Kesseltank automatisch betreiben. 

Reinigung

Die Reinigung der meisten Modernen Kessel erfolgt völlig automatisch. Hier wird durch einprogrammierte Reinigungsintervalle eine stets optimale Verbrennung gewährleistet. Es gibt aber auch relativ einfache Kessel bei denen man noch selbst die Wärmetauscher reinigen muss, der Aufwand hält sich aber auch hier aufgrund der geringen Aschenbildung in Grenzen, zudem ist der Preis solcher Anlagen äußerst attraktiv. 

Was sind Pellets und worauf sollte man achten?

Pellets werden zum größten Teil aus Holzabfällen der Industrie hergestellt, daher gibt es hier erhebliche Qualitätsunterschiede. Man sollte daher auf gültige Normen achten wie die ältere aber noch aktuelle DIN Plus Norm oder die aktuellere ISO 17225-2 (2014) welche wesentlich mehr Parameter abdeckt. Beide Normen schreiben neben dem Verbot gefährlicher Zusätze einen Mindestheizwert und möglichst geringen Aschewert vor. Sehr gute Pellets haben aufgrund der Normen mindestens einen Heizwert von 4,8 kWh/Kg, man empfiehlt jedoch mindestens einen Wert von 5,0 kWh/Kg zu nehmen.

Wie viele Pellets verbraucht man im Gegensatz zur alten Öl-  oder Gastherme?

Man kann rund mit 1:2 Teilen rechnen. Gas und Öl haben ungefähr die selbe Energiedichte, dass heißt wenn man mit Öl ca. 1000 Liter im Jahr verbraucht hat werden mit einer Pelletanlage ~ 2 Tonnen benötigt.

  • Energiedichte Heizöl 9,8 kWh / Liter
  • Erdgas 10,1 kWh / m³
  • Pellets 4,8 kWh / Kg

Unsere Pelletanlagen

Pelletheizungen werden von der BAFA gefördert

Hinweise zur BAFA Stand 11.02.2018

  • Pelletkessel werden pauschal gefördert mit 3.000,- €
  • Zusatzförderung i.H.v. 500,- € kann in Verbindung mit einem NEU errichtetem Speicher mit einem Mindestvolumen von 30 Liter / kW. Hierbei ist nur das Gesamtvolumen wichtig, die Speicherart oder Menge der Speicher ist variabel, es kann also Pufferspeicher, Kombispeicher oder eine Kombination aus mehreren Speichern angegeben werden.

*Gebäudebestand: Ein Gebäude, in dem zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der beantragten Anlage seit mehr als zwei Jahren ein anderes Heizungs- oder Kühlsystem installiert ist. Die vollständigen Fördervoraussetzungen finden Sie auf der BAFA-Homepage unter der Rubrik „Energie/Heizen mit Erneuerbaren Energien“

BAFA Förderübersicht Biomasse